Gastbeitrag

Unsere Teilnehmerin Susanne Ranz-Räthlein teilt ihre Erfahrung mit unserer Ausbildung

Acht Monate Coaching Ausbildung – was hat sich danach getan?

 

Es sind schon drei Monate vergangen, seit ich mein Zertifikat zum systemischen Business Coach in den Händen halte. 

 

Äußerlich sichtbar gibt es vielleicht auf den ersten Blick wenig Unterschiede zur Susy vor der Ausbildung, obwohl meine Mutter kürzlich zu mir meinte „ich weiß nicht was, aber irgendwas steht Dir gerade sehr gut“.

 

Innerlich ist auf jeden Fall ganz viel

  • klarer
  • anders (a difference that makes a difference!)
  • sinnvoller
  • schöner
  • erträglicher
  • stimmiger

 

geworden (Die Liste ist nicht abschließend).

 

Feststand für mich mit dem Abschluss der Ausbildung, dass ich

 

  1. mich nebenberuflich selbstständig machen möchte als systemische (Business) Coach mit den besonderen Zielgruppen der hochsensiblen Menschen sowie Menschen in prekären Arbeits- und Lebenslagen (Stichwort Niedriglohnsektor) nebst allen potenziellen Klienten, die mein Profil als für sich stimmig erleben.
  2. Haltung, Werte, Vorgehensweisen und Methoden am liebsten täglich im Beruf ausleben möchte und
  3. sich privat einiges verändert hat, v.a. mein Blick auf mich und die Welt.

Ich möchte mit der folgenden Grafik aufzeigen, was sich in den drei Feldern seitdem getan hat und auch ganz konkret, welche Tools mich bspw. begleiten.

 

Ich bin innerlich für dieses Vorhaben sowohl zufrieden ruhend als auch positiv aufgeregt.

In meiner Wertehierarchie sind die Sicherheit und Perfektionismus unter den Top 10. So bin ich gerade zum einen dabei, Unternehmensform und steuerrechtliche Fragen rechtssicher abzuklären und zum anderen die Homepage zu gestalten. Der Antrag Auf Nebentätigkeit läuft parallel.

Ich habe bei diesem Plan gerade auch eine gute Portion Gelassenheit. Früher hätte mich meine innere Antreiberin schon etwas gestresst. Aber ich habe mein spezifisches inneres Team als systemische Coach verinnerlicht und weiß um die Realisierung meines Planes in diesem Jahr.

There´s no need tu hurry.

Der systemische Weg ist anschlussfähig an sehr viel, z.B. Achtsamkeit. Das praktiziere ich bereits jetzt und dies dient auch meinem Wirken als achtsame systemische Coach.

Schon während der Ausbildung sind systemische Fragen Standard geworden – kontextabhängig natürlich. D.h. ich stelle weniger reine Reporterfragen, die natürlich als Basis auch wichtig sind. Aber die klare Datenlage gibt es in sozialen Systemen eben nicht, daher her mit den systemischen Fragen! 😊

Ich habe in vereinzelten Settings (Teamentwicklungsprozess, Workshop, Projektgruppensitzung) Tools aus dem systemischen Coaching (tlw. modifiziert) angewandt: Die Skalenfrage zum Einstieg, Energietank um herauszufinden, was dem Team Kraft gibt und wo Energie abfließt mit anschließender Maßnahmensuche, Start einer Besprechung mit den Gefühlsmonstern, hypothetische Fragen, Musterfragen bei Bedarf…

Ich habe vor, dies im täglichen Tun zu verstärken. Zum einen werbe ich für systemisches Denken im Projektmanagement, zum anderen einfach in meiner Art Projektleiterin zu sein. So habe ich für unser Wissensmanagement bspw. vorgesehen, in unsere Prozesse systemische Ansätze einzubauen (z.B. SMART-PÖF (bspw. auch in Kombi mit Aufstellungselementen) bei der Auftragsklärung und Zielfindung. Die systemische Haltung aber auch das Methodenset tagtäglich in meinen Hauptberuf zu integrieren in einem hierfür offenen Kontext ist ein wichtiges Ziel für mich. Da bin ich gespannt wann, wo und wie das aussehen kann.

Zum einen habe ich innerlich einen guten Weg gefunden, meine höhere Sensibilität zu schätzen und zu schützen und dennoch für andere da zu sein – womöglich sogar besser, weil ich auf meine Ressourcen wirksamer achte. Das innere Team und der Energietank sind dabei wertvolle Ansätze fürs Selbstcoaching.

Ich akzeptiere andere Weltsichten viel eher, auch mal (in meiner Wahrnehmung und Bewertung) „blöde“ Kommentare und mache mir meine Wertehierarchie einfach klar und gräme mich nicht ewig oder es kann auch mal nötig sein, mich selbst zu „beworken“ – äußert wirkungsvoll! 😉

Ich achte noch mehr auf meine Sprache: welches Erleben möchte ich in anderen auslösen oder nicht (Priming-Forschung). Ja und meine Theorieliebe erscheint mir noch viel stimmiger, weil sie nun direkt praxisrelevant ist.

Ich habe mehr Sinnerleben in allem was ich tue, weil ich eben viele Seiten habe (inneres Team/Seitenmodell) und jede mal ihre Daseinsberechtigung hat.

Meine Lernliebe freut sich auf viele weitere Fortbildungen und Bücher. Ich habe mein Ikigai gefunden – und es ist so schön für mich, dass auch meine Liebe für japanische Konzepte anschlussfähig sind an das systemische Denken.

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